Kultur
Die Grüne HSG steht für einen breiten Kulturbegriff.
Literatur, Musik, Wissenschaft, etc., alles vom Menschen geschaffene, kann unter Kultur subsumiert werden.
Nur in ihrer kulturhistorischen Auseinandersetzung sind Individuum und Gesellschaft in der Gegenwart zu begreifen.
Kultur hat u.A. die Funktion die Gesellschaftspraxis zu dokumentieren, sie kritisch zu begleiten und ihr kreative Handlungsalternativen aufzuzeigen. Dabei besitzt die Universität als wissenschaftliche Bildungsinstitution eine besondere Verantwortung in der Gesellschaft.
Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, kulturellem Eigenleben der Studierenden oder der einzelnen Fächer und der städtischen Kultur, hat die Universität die Möglichkeit den Kulturstandort Osnabrück wesentlich mit zu prägen.
Für die kulturelle Praxis an der Universität bedeutet dies ein möglichst breites Kulturangebot zur Verfügung zu stellen und eine bunte Vielfalt an kultureller Produktion zu ermöglichen. Dies umfasst die Förderung der sogenannten Hochkultur ebenso, wie die Bedienung der Subkulturen. Soziokulturell stellt die Universität einen Spiegel des Facettenreichtums an verschiedenen kulturellen Prägungen in der Gesellschaft dar. Musikalisch, sozial, politisch oder religiös sind wir Student_innen in verschiedenen Soziokulturen geprägt worden und müssen diese nun in einen gemeinsamen soziokulturellen Raum transferieren, um eine gemeinsame (unterschiedliche) kulturelle Identität zu schaffen.
Wir begrüßen hierfür jegliche Initiative, die einen kulturellen Mehrwert für die Studierenden bedeutet. Ob wissenschaftliche Seminare zur Erweiterung des Lehrplans, Theatergruppen zur kreativen Selbstverwirklichung, Lesezirkel für das autodidaktische Lernen oder die Tierrechtsinitiative zur politischen Sensibilisierung.
Des Weiteren verstehen wir das AStA-Referat für Kultur als elementar für die Koordination und Kommunikation der verschiedenen studentischen kulturellen Veranstaltungen, als Ansprechpartner für das Präsidium und die Verwaltung der Universität, sowie der einzelnen Fachschaften. Als Veranstaltungen werden zur Zeit Lesereihen, Der Audiovisuelle Salon und verschiedene Kooperationen mit anderen kulturellen Akteuren der Stadt umgesetzt. Wir begrüßen den Erhalt der Partyinstitution EW-Party und freuen uns über den Ausbau des Erweiterungsgebäudes, welches wir gern noch kulturökologisch erweitern würden.
Ausdrücklich setzten wir uns für den Erhalt des traditionellen Innenhof-Festivals ein, welches die Chance zur gemeinsamen Entwicklung, Durchführung und Freude eines großteils der Studierendenschaft birgt.
Neben dem inneruniversitären kulturellen Leben, besteht auch eine Notwendigkeit, den Kulturstandort Osnabrück in Kooperation mit kommunalen Kulturveranstaltern und der Stadt mit zu prägen. Hierfür sollte eine regelmäßige Gesprächsrunde mit der Kulturdezernentin der Stadt Osnabrück und kulturellen Akteuren stattfinden, in der mögliche gemeinsame Themen und Veranstaltungen besprochen werden. Durch diese kommunale Vernetzung besteht die Möglichkeit, in Form von Wissenstransfer, Marketingkooperationen, finanzieller Unterstützung oder gemeinsamen Veranstaltungen, Synergieeffekte zu nutzen, und der städtischen Kultur ein bunteres und erkenntnisreicheres Gesicht zu geben.