Mobilität
Das Semesterticket ist für uns Student_innen unverzichtbar. Die Privatisierung von Strecken und damit eine steigende Zahl von Verhandlungspartnern stellt die Studierendenschaft und insbesondere den AStA vor immer größere Herausforderungen. Betreiberwechsel mitten im Semester stellen ein zusätzliches Ärgernis dar. Im laufenden Semester sind deshalb unter anderem die Strecken Verden (Aller) – Bremen Hbf – Bremen-Vegesack, das sogenannte „Heidekreuz“ (Bremen – Langwedel – Uelzen und Hannover –Soltau – Buchholz in der Nordheide) und der Streckenabschnitt Bremerhaven Hbf – Cuxhaven im „Elbe-Weser-Netz“ weggefallen.
Deshalb und um die jährliche Teuerung des Tickets zu begrenzen, setzt sich die Grüne Hochschulgruppe für eine stärkere Vernetzung mit anderen ASten im Rahmen einer Verkehrs-LAK (Landesastenkonferenz) ein. Dies soll unsere Verhandlungsposition stärken. Zudem ist die Landesregierung als Auftraggeber des öffentlichen Personennahverkehrs gefordert, im Sinne der Studierenden auf die Verkehrsgesellschaften einzuwirken. Weiterhin begrüßt die Grüne Hochschulgruppe den Vorstoß des aktuellen Verkehrsreferenten, eine Verkehrsgruppe zu gründen, die künftig mit dem Semesterticket betraut werden soll. Den Einbezug der Universitätsstadt Hamburg in unser Streckennetz käme für die Grüne Hochschulgruppe nur in Frage, solange das Semesterticket für alle Student_innen bezahlbar ist. NRW muss jedoch für die Osnabrücker Studierenden weiterhin angebunden sein. Einem reinen Niedersachsenticket erteilen wir schon aufgrund der geografischen Lage Osnabrücks eine Absage.
Auf unsere Initiative hat das Studierendenparlament im Jahr 2008 die Anschaffung des StudiBullis in Kooperation mit dem Car-Sharing-Verein Stattverkehr e.V. beschlossen. Der StudiBulli ermöglicht Umzüge, ohne erst „Papas Auto“ aus der 300 km entfernten Heimatstadt holen zu müssen. Besonders auf kurzen Strecken bietet der StudiBulli zudem günstigere Konditionen als Autovermietungen. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Angebot auch zukünftig erhalten bleibt.
Das schnellste, flexibelste und umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel im Stadtverkehr ist immer noch das Fahrrad. Deshalb setzen wir uns für verbesserte Bedingungen für Radfahrer ein. Nach wie vor könnte die Zahl und Qualität der Fahrradständer an der Uni erhöht werden. Weiter bietet der von der Stadt Osnabrück gegründete „Runde Tisch Radverkehr“ ein Forum, um auch Vorschläge jenseits des universitären Tellerrands einzubringen.