Demokratie
Die Beteiligung der Studierendenschaft an demokratischen Prozessen innerhalb der Universität ist oftmals sehr gering. Dies liegt sowohl an vernachlässigter Aufklärungsarbeit über bestehende Gremien und Strukturen, als auch an oftmals äußerst eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten für Studierende. Erschwerend hinzu kommt die zeitliche Auslastung der Student_innen durch Prüfungs-, Leistungs- und auch finanziellen Druck. Auf letztgenannte Problematik werden wir im Abschnitt „Studienbedingungen und selbst bestimmtes Lernen“ näher eingehen.
Um vor allem Studienanfänger_innen besser über die Partizipationsmöglichkeiten und politischen Abläufe an der Universität zu informieren, setzt sich die Grüne Hochschulgruppe für jährliche studiengangsübergreifende Einführungsveranstaltungen ein. Gern würden wir hierzu einmalig pro Wintersemester regulär Vertreter_innen der Hochschulgruppen oder Mitglieder der Organe der studentischen Selbstverwaltung in zentrale Einführungsveranstaltungen möglichst vieler Studiengänge entsenden. Dort sollen sie ca. zwanzigminütige Kurzinformationen über Gremientätigkeit und hochschulpolitische Partizipationsmöglichkeiten geben. Des Weiteren möchten wir regelmäßige Gremieninformationsworkshops für interessierte Studierende, gerade auch Erstsemester, anbieten. Diese würden ihnen einen unkomplizierten Zugang zur hochschulpolitischen Tätigkeit zu ermöglichen. Hieran kann sich auch gern ein geselliges Beisammensein für den Austausch über hochschulpolitische Tätigkeiten und Anliegen (Gremien-Party) anschließen. Ferner möchten wir eine zentralere, präsentere Aushangstelle, für das gesamthochschulpolitische Geschehen einrichten. So sollen alle Student_innen mit für sie wichtigen Informationen, insbesondere über die studentische Selbstverwaltung versorgt werden. Außerdem möchten wir regelmäßige Vollversammlungen unter Teilnahme von Studierendenvertretern aus StuPa, AStA, Senat und ZSK etablieren. Dort sollen Student_innen über aktuelle hochschulpolitische Vorgänge zu informiert werden. Interessierten Studierenden wird so ein unkomplizierter Kontakt zu und Austausch mit ihren Vertreter_innen zu ermöglicht.
Ohne einen festgelegten Zeitraum in der Woche, der für die Sitzungen universitärer Gremien von allen Lehrveranstaltungen frei gehalten wird, kann eine rege studentische Beteiligung an der Hochschulpolitik nicht ermöglicht werden. Daher fordern wir die strikte Einhaltung des von Lehrveranstaltungen befreiten, sogenannten Gremienmittwochs.
Die Grüne Hochschulgruppe fordert eine Viertelparität (d.h. gleiche Stimmanteile für Student_innen, Hochschullehrer_innen, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und Verwaltungsmitarbeiter_innen) in allen universitären Gremien, wenn nicht Forschung, Lehre oder Berufungen betroffen sind.
Um Vertreter_innen der verschiedenen Gremien der studentischen Selbstverwaltung näher zusammenzuführen, sowie Prozesse praxisnah zu regeln und transparenter zu gestalten, beteiligt sich die Grüne Hochschulgruppe derzeit aktiv an einer Reform der Satzung der studentischen Selbstverwaltung. Wir wollen hierbei den Rahmen der Möglichkeiten zur Partizipation der Studierenden an der Hochschulpolitik erweitern. Auch den Fachschaften möchten wir im Rahmen der Reform mehr Einflussnahme im gesamthochschulpolitischen Geschehen ermöglichen.